Demenz

Demenz-Sorgentelefon

Schätzungsweise 31.000 Hamburger sind von Demenz betroffen, und nahezu alle Familien, die liebevoll für die Betreuung sorgen, stoßen irgendwann an ihre physischen und psychischen Grenzen. Ein Beispiel: Eine 85-jährige Ehefrau betreut ihren 90-jährigen demenzkranken Partner, der plötzlich das Haus verlässt, ohne sie zu informieren, und erst nach Stunden wieder in die Wohnung zurückfindet. Er hatte das Gefühl, er müsse Geld am Automaten holen, damit die beiden etwas zu Essen einkaufen können. Doch die Ehefrau hat in diesen langen Stunden der Ungewissheit große Ängste ausgestanden, deshalb kann sie sich überhaupt nicht über die noch vorhandene Selbständigkeit des Partners freuen. Wie kann diese Frau lernen, in solch einer Situation angemessen und besonnen zu reagieren? Welche Möglichkeiten kann sie nutzen, um langfristig ihre eigenen Ressourcen zu stärken? Und wenn bestimmte Grenzen erreicht sind, gibt es vielleicht andere Menschen, die einen Teil der Verantwortung übernehmen können?

Demenz: Kräfte einteilen

Wer plötzlich mit der Demenz eines Angehörigen konfrontiert wird, stößt schnell an seine Grenzen. Ehepartner und Kinder sind anfänglich schockiert, dann tief betroffen von den merkwürdigen Verhaltensweisen des Erkrankten. Wie kann man lernen, angemessen damit umzugehen, die eigenen Kräfte richtig einzuteilen und einer dauerhaften Überforderung entgegenzuwirken?

Sensible Therapeuten

Stück für Stück verschwindet bei Demenzkranken die Gegenwart im Vergessen. Manche Patienten leben in ihrer eigenen Welt und sind kaum noch erreichbar. Besonders am Anfang der Erkrankung ist den Menschen ihre zunehmend hilflose Lage durchaus bewusst, deshalb reagieren sie häufig aggressiv auf ihr Umfeld. Doch das Zusammenleben mit Tieren bewirkt bisweilen kleine Wunder, haben die Mitarbeiter im Haus Volksdorf (Hamburg-Volksdorf) festgestellt.

Diagnose Demenz

Familien, in denen ein Angehöriger mit demenziellen Erscheinungen zu betreuen ist, kommen schnell an ihre Grenzen. Henning Nowak, Heilpraktiker für Psychotherapie, rät den Angehörigen, Hilfe in Anspruch zu nehmen, um diese schwierige Aufgabe über einen langen Zeitraum leisten zu können. Der Altersexperte schreibt:

Tipps von Pflegeprofis

Wer einen Demenzpatienten in der Familie betreut, braucht Information, um die Grenzen des Machbaren zu akzeptieren und einen angemessenen Umgang mit der Krankheit zu lernen. Demenz wird oft mit Vergesslichkeit gleichgesetzt. Doch auch innere Unruhe, Ängste, Aggressivität und Wesensveränderungen können zu den typischen Begleiterscheinungen gehören. Dadurch entstehen immer wieder Streitigkeiten. Ein Blick über die Schulter der Profis im Altenheim hilft Ehepartnern und Kindern.

Dementenbetreuung light

Seit Jahren kümmert sich Elfriede Frinke um ihren demenzkranken Ehemann Kurt. Der 94-Jährige ist ganz auf seine Frau fixiert, ruft ständig nach ihr und möchte unterhalten werden, läuft in der Wohnung herum, braucht nachts Hilfe bei den Toilettengängen.

Dementenbetreuung im Altenheim

Wenn für eine Familie die Betreuung eines demenzkranken Angehörigen zu schwierig wird, bleibt oft nur noch der Umzug in ein Altenheim. Doch welche Aktivitäten werden dort für die Bewohner angeboten, damit sie wieder Freude am Leben haben? Einen wichtigen Beitrag leisten zum Beispiel die Musiktherapeuten. Einer von ihnen ist Felix Metzner. Der Musikwissenschaftler und Theologe entführt die Menschen stundenweise in die Welt der Musik und Klänge.

Geborgenheit im Kleingarten

Wie schaffen es die Mitarbeiter im Altenheim immer wieder aufs Neue, dass sich die Bewohner geborgen fühlen? Sabine Riediger ist seit über 20 Jahren Heimleiterin und hatte vor drei Jahren die Idee, einen Kleingarten zu pachten.

Die Lust auf den Tag wecken

Viele Familien erleben, dass ihre demenzkranken Angehörigen innerlich unruhig sind, Ängste ausleben, mit dem Tag-Nacht-Rhythmus durcheinandergeraten oder ständig ihre Habseligkeiten in Plastiktüten einpacken, um auszuziehen. Wie sollen Ehepartner und Kinder angemessen mit den typischen Begleiterscheinungen einer Demenz umgehen? Ein Blick über die Schulter der Profis im Altenheim hilft weiter.