Unterstützung und Zuwendung im Alter

Wer solange wie möglich in der vertrauten Umgebung leben möchte, kann sich zahlreiche Dienstleistungen – vom Pflegedienst über die Fußpflege bis zur Putzfrau – ins Haus holen. Um den Rest wird sich dann wohl die Familie kümmern. Doch was tun, wenn die Kinder für die Betreuung ihrer Eltern ausfallen? Weil sie in einer anderen Stadt wohnen, berufstätig sind, ihr eigenes Leben führen und daher wenig Zeit haben. Die verantwortungsvolle Aufgabe der Seniorenbetreuung kann auch in gute Hände außerhalb der Familie gegeben werden.

Die Idee zur Senioren-Assistenz ist aus persönlicher Betroffenheit entstanden. Der Vater von Ute Büchmann brauchte nach dem Tod seiner Frau dringend Unterstützung – bei den kleinen Dingen des Alltags genauso wie bei der Trauerarbeit. Doch Tochter Ute wohnte nicht vor Ort und konnte dadurch nicht täglich für ihren Vater da sein. Ute Büchmann wird nie vergessen, wie hilflos sie dieser Situation damals gegenüberstand. Aus der Idee, dass es anderen Familien ähnlich gehen müsse, hat Ute Büchmann mit Pioniergeist und Weitsicht inzwischen ein staatlich anerkanntes Ausbildungsinstitut gegründet, das »Qualifizierte Senioren-Assistenten nach dem Plöner Modell« zertifiziert.
Diese Senioren-Assistenten – inzwischen mehr als 1.000 in Deutschland – ergänzen Anforderungen und Wünsche, die über Pflege und Haushaltsführung hinausgehen. Ganz nach Bedarf: stundenweise oder auch längerfristig. Sie begleiten ihre Kunden zum Arzt, informieren über Rechtsfragen rund um die Pflegeversicherung, sorgen für das leibliche Wohl und leisten Gesellschaft ganz nach den individuellen Bedürfnissen der Senioren.  

Eine anspruchsvolle Ausbildung

Nach einem Besuch in der Laeiszhalle wollen Heide Volz und ihre Kundin das Konzert bei einem Glas Wein Revue passieren lassen.

Heide Volz hat vor vielen Jahren ihre Eltern bis zum Lebensende begleitet. Erst nach deren Tod hat die ehemalige kaufmännische Angestellte eine Ausbildung zur Senioren-Assistentin absolviert und sagt: »Hätte ich das vorher gemacht, wäre mit meinen Eltern vieles besser gelaufen.« Als Beispiel nennt Heide Volz die Sprachlosigkeit zwischen ihr und ihrer Mutter rund um das Thema Kriegserlebnisse. »Ich habe heute mehr Verständnis für die psychologische Situation damals und das Hintergrundwissen, solche Themen anzusprechen.« Im Rahmen der 120-stündigen Ausbildung steht zum Beispiel das Thema Biografiearbeit auf dem Stundenplan. Es geht darum, ein Gespür dafür zu entwickeln, wenn alte Menschen etwas klären wollen. Senioren-Assistenten lernen dabei behilflich zu sein, das Leben zu sortieren. Dazu gehört auch, die schwierigen Dinge innerhalb eines Lebenslaufs auszuhalten – wie zum Beispiel Krankheiten, Schicksalsschläge oder Streit in der Familie. Die Ausbildung ist breit gefächert. Zum Grundwissen gehören ein Erste-Hilfe-Kurs, Grundlagen zur Ernährung, Umgang mit Trauer oder die Psychologie des Alters. Auch die Pflegeversicherung ist fester Bestandteil des Lernprogramms, sodass dem Kunden bei der Antragstellung genauso wie beim Widerspruch geholfen werden kann. Heide Volz ist inzwischen auch Dozentin und bildet Senioren-Assistenten aus. Mit ihren Kunden besucht sie gern kulturelle Veranstaltungen. Dabei geht es nicht nur um Begleitung. Nach einem Konzert in der Laeiszhalle oder einer Ballettaufführung in der Staatsoper möchten die Menschen vielleicht noch etwas trinken und über die Veranstaltung sprechen. Dieser Austausch setzt gleiche Interessen und Wissen rund um das kulturelle Angebot in Hamburg voraus.

Heide Volz
in Winterhude und rund um die Alster
Telefon: 040 / 55 62 10 03
volz@seniorenassistenz-alster.de
Begleitung zum Arzt, zum Schwimmen, zur Therapie, zu kulturellen Veranstaltungen und auf Reisen, Unterstützung im Alltag, Hilfe beim Schriftverkehr und bei moderner Technik, Vertrauensperson für die Angehörigen

Büroarbeiten übernehmen

Marion Bromm kocht gern für ihre Kunden. Ein Tomatensalat mit Mozzarella schmeckt, ist gesund und schnell zubereitet.

Marion Bromm hat sich im Laufe der Jahre ein profundes Fachwissen angeeignet. Ihr Lebensgefährte war bis zu seinem Tod vor drei Jahren chronisch krank. In dieser Zeit hat die ausgebildete Sekretärin gelernt, sich durch den Dschungel des Gesundheitssystems zu kämpfen. Denn wer einen nahestehenden Angehörigen betreut, muss auch ein Talent für die mit der Pflege verbundene Arbeit am Schreibtisch haben: Rechnungen von Krankenhäusern, Ärzten, Krankenkassen, Kurzzeitpflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten sind zu prüfen und zu begleichen. Anträge bei der Pflegekasse müssen gestellt sowie betreuungsrechtliche Fragen geklärt werden. Diese Erfahrungen helfen Marion Bromm bei ihrer Tätigkeit als Senioren-Assistentin. Oft sind ältere Menschen ungeübt, wenn es darum geht, Anträge zu stellen, um einen Schwerbehindertenausweis oder Leistungen aus der Pflegekasse zu erhalten. Es fällt ihnen schwer, Rechnungen bei der privaten Krankenkasse oder der Beihilfe einzureichen. Doch wer das nicht kann, verzichtet auf viel Geld! „Ich freue mich jedes Mal, wenn ich etwas für meine Kunden herausgeholt habe“, erzählt die 58-Jährige. „Wenn im Büro einmal alles richtig sortiert ist, ist da gar nicht mehr so viel zu tun“, beschreibt sie den Arbeitsaufwand. „Meine Kunden sammeln Briefe und Rechnungen und ich arbeite die eingegangene Post regelmäßig ab“, sagt die Privatsekretärin, die man auch stundenweise buchen kann. Gleichzeitig steht Marion Bromm für ein Plus an Lebensqualität in der vertrauten Umgebung. Sie kocht für ihre Kunden oder fährt mit ihnen zum Einkaufen. Durch die Seniorenassistenz werden genau die Dinge wieder ermöglicht, die man allein nicht mehr schafft oder sich nicht mehr zutraut. Verzichten muss man darauf jedoch nicht.

Marion Bromm
in Hamburg-Nord, Eimsbüttel, Wandsbek, Norderstedt
Telefon: 0176 / 433 78 243
bromm.m@web.de
Schreibtisch- und Finanzarbeiten, Kochen, Begleitung zum Arzt, ins Theater und zum Einkaufen, Behördengänge,
Ausflüge

Gut betreut nach dem Klinikaufenthalt

Andrea Otto besucht ihre Kunden in der Klinik.

Kennengelernt hat Andrea Otto ihren 88-jährigen Kunden Karl-Heinz K. im Krankenhaus. Nach dem Tod seiner Frau lebte der Rentner zurückgezogen, war etwas eigenwillig. Nach einem Sturz in seiner Wohnung lag er mit einer Platz­wunde in der Klinik. Mit den Worten »Ihre Tochter hat mich geschickt. Ich bin nicht dazu da, Sie ins Heim zu bringen, sondern, wenn Sie wieder nach Hause wollen, werde ich dafür sorgen, dass das möglich ist«, hatte sich die Senioren-Assistentin am Krankenbett vorgestellt. Damit war das Eis gebrochen. Von einem guten Pflegedienst über die Mahlzeitenversorgung, das Sauberhalten der Wohnung, die Organisation eines Gehwagens bis zu regelmäßigen Besuchen hat Andrea Otto die Dinge für ihren Schützling in die Hand genommen. Für die in Spanien lebende Tochter war es eine große Erleichterung, den Vater gut betreut zu wissen. Was machen Alleinstehende bei einem mehrwöchigen Klinik- und Reha-Aufenthalt? Senioren-Assistenten fahren den Patienten ins Krankenhaus und besuchen ihn nach der Operation. Sie sind die helfenden Hände, wenn es um die Korrespondenz mit der Krankenkasse geht, sorgen für saubere Wäsche oder versorgen Haustiere. Nachdem der Betroffene zurück in die vertraute Umgebung entlassen worden ist, helfen sie ihm dabei, zu Hause wieder zurechtzukommen. Denn oft geht es den Menschen nach einer Krankenhausbehandlung noch nicht wieder so gut, dass sie ihren Haushalt selbst führen können. Die Senioren-Assistenten füllen vorübergehend oder auf Dauer die Lücke, wenn Familie und Freunde diese Aufgabe nicht übernehmen können oder es schlicht keine mehr gibt. Ein Jahr konnte Karl-Heinz K. in seiner vertrauten Umgebung bleiben. Doch dann kam es zu einem erneuten Krankenhausaufenthalt. Karl-Heinz K. hatte zu wenig gegessen und getrunken. Im Anschluss musste Andrea Otto ihrem Kunden ein Apartment im Altenheim besorgen, den Umzug organisieren und die alte Wohnung auflösen. »Meine Aufgabe war es, sein neues Zuhause aus seinem alten Wohnzimmer zu machen«, erinnert sich Andrea Otto. Das ist ihr gelungen. »Das sieht hier ja aus wie bei mir zu Hause«, freute sich Karl-Heinz K. Doch ein Jahr später warf ihn ein zweiter Sturz völlig aus der Bahn. Mit der Patientenverfügung in der Hand und nach etlichen Gesprächen zum Thema konnte Andrea Otto den Wunsch des Patienten gegenüber den Ärzten durchsetzen, sodass keine weiteren Untersuchungen und Intensivmaßnahmen mehr durchgeführt wurden. Im Alter von 90 Jahren hat sich das Leben von Karl-Heinz K. dann vollendet. Andrea Otto hat ihm in dieser schwierigen Lebensphase ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Als helfende Hand für die Angehörigen regelte sie die komplette Bestattung und löste das Apartment im Altenheim auf. Dadurch konnte sich die Familie auf ihre Trauer konzentrieren und Abschied nehmen.

Andrea Otto 
im Osten von Hamburg
Telefon: 040 / 59 45 92 01
A.Otto@Ihre-Senioren-Assistenz.de
Begleitung und Betreuung aller Art, Regelung der Formalitäten rund um die Vorsorgedokumente, Wohnungsauflösungen, Organisation von Beerdigungen

Kompetente Dementenbetreuung

Empathie und Vertrauen sind der Schlüssel für einen professionellen Umgang mit Demenz. Thomas Bartel hat viel Erfahrung auf diesem Gebiet und bildet sich laufend fort.

Fast 25 Jahre hat Thomas Bartel seine Mutter umsorgt und begleitet, bis sie im Alter von über 101 Jahren verstarb. »Jemand wie Sie hätte ich auch gern«, hatte ihre befreundete Nachbarin in der Senioren-Residenz immer zu ihm gesagt. Dieser Satz bewegte ihn tief. Im Laufe seines Berufslebens hat der 62-Jährige als Bankkaufmann, Diplom-Handelslehrer, Journalist, Pressesprecher einer Bank und Unternehmensberater einen breiten Erfahrungsschatz angesammelt. Doch der ausgebildete Sanitäter ist auch als Sterbebegleiter und ehrenamtlich als Schöffe beim Landgericht Hamburg tätig. Nun also eine weiterführende berufliche Entwicklung als Senioren-Assistent. In dieser Funktion hat Thomas Bartel seither schon viele Damen und Herren betreuen können und ihnen bei jedem seiner Besuche Zuwendung und Lebensfreude schenken dürfen. Es sind vor allem pflegende Angehörige, die sich an den engagierten Hamburger wenden und für ihre Lieben nach individueller Anregung, Aktivierung und Abwechslung im Alltag suchen. »Dabei hat sich gezeigt, dass es vor allem Menschen mit Demenz sind, die durch meine volle Aufmerksamkeit sowie vor allem durch meine regelmäßige, vertraute Präsenz geradezu aufblühen«, erklärt Bartel. Durch mehrere Zusatzschulungen über dieses vielschichtige Krankheitsbild, die insbesondere auf spezifische Formen des Verhaltens, der Kommunikation, Validation, Aktivierung und Biografiearbeit bei Demenz ausgerichtet waren, hat sich der Senioren-Assistent kontinuierlich für diesen sensiblen Einsatzbereich weitergebildet. Dadurch kann er Familien, die mit der Demenz noch ganz am Anfang stehen und noch gar nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen, sehr viel Kompetenz und Sicherheit im Umgang vermitteln. »Dass ich die Menschen erreiche und Gutes bewirken kann, zeigen sie mir unmittelbar und auf sehr liebevolle Weise«, sagt Bartel. Für ihn ist es ebenso wichtig, sich intensiv und regelmäßig mit den Angehörigen auszutauschen. Besonders berührt hat ihn ein Brief, in dem über das Befinden eines von ihm betreuten dementen Herrn stand: »Auch ich habe seine gute Grundstimmung wahrgenommen. Das hat sicher auch viel damit zu tun, dass Sie so mit ihm umgehen, wie er ist. Ich denke, er fühlt sich anerkannt mit seinen Schwächen und kann die gemeinsamen Unternehmungen sehr genießen.«

Thomas Bartel
in Hamburg-Mitte und Eimsbüttel
Telefon: 040 / 658 673 66
tbglueck@gmx.de
Unterstützung und Zuwendung für Menschen mit Demenz, Biografiearbeit, alle Arten von Korrespondenz, sichere Begleitung auf allen Wegen, eloquenter Gesellschafter und Gesprächspartner

Weiter Informationen erhalten Sie unter Telefon: 040/600 898 40 und auf www.die-Senioren-Assistenten.de