Der Pflegedienst schaut vorbei und kümmert sich

Marie-Louise Jungwirth freut sich schon auf den morgendlichen Besuch. „Dank der guten Pflege geht es mir wieder besser. Kopfmäßig bin ich noch gut in Schuss, doch der Körper macht nicht mehr so gut mit“, erzählt die Seniorin, die sich nur mit einem Rollator durch die Wohnung bewegen kann. Die 79-Jährige empfängt Susanne Siemers-Grundt, die heute von „ihrem“ Volksdorfer PTW Pflegeteam (Hamburg-Volksdorf) vorbeischaut, mit lockeren Sprüchen und guter Laune. „Ich freue mich immer, wenn der Pflegedienst kommt. An der Gegensprechanlage der Haustür kann ich an der Stimme schon erraten, wer dann immer da ist“, sagt Marie-Louise Jungwirth.

Zur guten Pflege gehören auch Mobilitätsübungen. Marie-Louise Jungwirth freut sich immer auf den Besuch von Pflegefachkraft Susanne Siemers-Grundt.

Nach dem Tod des Mannes im Jahre 2014 musste Marie-Louise Jungwirth ihr Leben neu ordnen, doch der Körper setzte ihr Grenzen. „Ich hatte das Radfahren und Schwimmen vernachlässigen müssen, musste den Fitnesssport aufgeben“, erzählt sie. All das geht heute nicht mehr, sie geht nur noch selten vor die Tür. So erwies es sich als Glücksfall, dass sie den Kontakt zum Pflegedienst noch besaß. Ein Anruf und schon gab es Hilfe bei den Dingen, die auf einmal so schwerfielen.

„Frau Jungwirth erhält von uns Hilfe bei der Körperpflege und wir führen medizinische Maßnahmen, wie das Anlegen und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen oder die Medikamentengabe, durch. Wir sind jeweils morgens und abends für sie da“, sagt Susanne Siemers-Grundt, die der älteren Dame große Fortschritte bescheinigt: „Wir geben Frau Jungwirth ein großes Stück Lebensqualität zurück, denn es werden auch Mobilitätsübungen durchgeführt“, ergänzt die Pflegefachkraft. Diese kleinen Übungen, die die Arme und Beine oder den Gleichgewichtssinn trainieren, bieten ihr die Möglichkeit, in der vertrauten Umgebung wohnen zu bleiben, denn Marie-Louise Jungwirth ist auf Hilfe angewiesen. Auch schaut regelmäßig die Tochter vorbei, besorgt den Einkauf und geht der Seniorin gern zur Hand.

Auf die Mitarbeiter hält sie große Stücke. „Ich kenne den Chef Carsten Hackamp, der ist wie ein großer Junge. Ich weiß, dass ‚seine Frauen‘ nichts auf ihn kommen lassen“, plaudert Marie-Louise Jungwirth munter drauf los, um dann noch einmal von ihrem Ehemann zu erzählen: „Gabriele Hackamp, die Mutter des heutigen PTW-Chefs, hat sich damals sehr für meinen Mann eingesetzt, als er noch im Krankenhaus lag und ich nicht so recht wusste, wie es weitergeht. Der Carsten führt ihr Engagement für eine gute Pflege wirklich wunderbar weiter“.

Dass die Pflege mehr als nur waschen, anziehen und Medikamentengabe ist, wissen nicht nur die Menschen, die tagtäglich vom Pflegedienst betreut und umsorgt werden. „Natürlich gehört dazu auch das Gespräch mit unseren Betreuten. Schließlich kümmern wir uns ja um Menschen“, sagt Susanne Siemers-Grundt. Für sie stehen die zu pflegenden Menschen an erster Stelle, wird ihnen durch die ambulante Pflege die Chance auf ein weitestgehend selbstbestimmtes Leben geboten. Das Team organisiert regelmäßig auch Ausfahrten wie zur Elphi oder auch nur zum geselligen Kaffeetrinken in Volksdorf. Angebote, die auch Marie-Louise Jungwirth gut gefallen könnten. „So kommt man mal wieder raus und unter Leute“, sagt sie.