Recht und Geld

Oma bleibt in ihrem Häuschen

Gisela Meyer ist verzweifelt: Ihr Ehemann Günter (82) ist vor einiger Zeit an Demenz erkrankt. Bisher hat sie seine Betreuung zu Hause noch mit Hilfe eines Pflegedienstes geschafft. Jetzt hat sich sein Zustand so verschlechtert, dass ein Umzug in ein Pflegeheim bevorsteht. Die 76-jährige Ehefrau möchte in dem gemeinsamen Reihenhäuschen wohnen bleiben und befürchtet, nun für die Heimkosten eine Hypothek bei der Bank aufnehmen zu müssen.

Immobilienbesitz im Alter

Sollte man im Rahmen der Vorsorge seine Immobilie verkaufen und wieder zur Miete wohnen, um im Pflegefall genügend Geld für einen Platz im Altenheim zu haben? Es gibt Immobilienschätzer und Sachverständige, die genau das empfehlen und gleichzeitig anbieten, den Wert des Eigenheims oder der Eigentumswohnung zu schätzen. Aus deren Sicht ist das verständlich. In Hamburg gibt es zu wenig Baugrund und Wohnraum. Je früher man an Grundstücke kommt, desto besser für die Makler und ihre potenziellen Käufer. Doch die Besitzer dieser Immobilien würden zurzeit ein schlechtes Geschäft machen. Wer erst in zehn Jahren Geld für die Pflege benötigt, sollte aufgrund der Wertsteigerung lieber mit dem Hausverkauf warten. Da Sparvermögen gerade geringer als die Inflation verzinst wird, verliert das Geld aus dem Immobilienverkauf an Wert. Außerdem würden die Kosten für den gemieteten Wohnraum erheblich zu Buche schlagen.

Nach dem Tod eines Angehörigen

Wenn im Familien- oder Freundeskreis ein Trauerfall eintritt, ist der Schmerz groß. Doch trotz Trauer um einen nahestehenden Menschen muss die Beerdigung organisiert werden. Es stehen Entscheidungen zu Fragen wie Feierlichkeiten, Beisetzungsart und Grabpflege an. Ein wichtiger Aspekt wird im Vorwege häufig vergessen: Um eine Beerdigung überhaupt in die Wege leiten zu können, müssen die wichtigsten Familiendokumente vorliegen, um den Verstorbenen beim Standesamt, der Krankenkasse und der Rentenversicherung abzumelden. „Dazu gehören Personalausweis, Krankenversicherungskarte sowie die Rentenversicherungsnummer“, fasst Melanie Regenberg vom Beerdigungsunternehmen GBI zusammen.

Kindern und Eltern streiten

Conny P. (57) hatte mit ihrer Mutter heftigen Streit. Es ging ums Geld. Die 81-Jährige benötigt für sich und ihren Mann rund 1.000 Euro im Monat: „Ich brauche dringend Geld für die Zuzahlungen bei der Apotheke, für Massagen, Lebensmittel und alles Mögliche. Meine Tochter ist geizig, lügt und behauptet, mir neulich 200 Euro gegeben zu haben. Sie hatte mir aber nichts mitgebracht."

Eltern und Kinder entzweit

Erwachsene Kinder müssen auch dann für die Heimkosten ihrer Eltern aufkommen, wenn beide Parteien seit Jahrzehnten keinen Kontakt mehr miteinander haben und das Verhältnis zerrüttet ist. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil vom 12. Februar 2014 entschieden (Aktenzeichen: XII ZB 607/12).

Alles rechtzeitig verschenken

Soll ich mein Haus und mein Erspartes an meine Kinder verschenken, damit meine Erben nach meinem Tod Steuern sparen? Diese Frage beschäftigt Heimat Echo-Leserin Elke K. Die 59-Jährige möchte wissen, ob sie ihre Eigentumswohnung ihrer Tochter (37) überschreiben soll?

Wie hoch ist die Witwenrente?

Für Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften ist es wichtig zu wissen, wie sich nach dem Tod des Partners die Witwenrente berechnet. Welche monatlichen Zahlungen sind dann von den Rentenkassen zu erwarten? Kann davon beispielsweise noch die Miete für die große Wohnung bezahlt werden oder muss man sich verkleinern?

Patiententestament

Wann ist das eigene Leben nicht mehr lebenswert? Die Wünsche und Erwartungen an das Leben gehören in eine Patientenverfügung.

Schenken mit Reue

Auch innerhalb der eigenen Familie sollte man den Notgroschen nicht leichtfertig verschenken.