Wohnen im Alter

Mahlzeiten aus eigener Küche

Auf der Suche nach einem guten Altenheim sollten Interessenten auch auf ein Detail achten, das „Leib und Seele“ zusammenhält: das vor Ort gekochte Essen. Seit 35 Jahren bereitet Petra Gränzig die Mahlzeiten für die Bewohner des Alten- und Pflegeheims Lutherheim (Berlin-Kreuzberg) vor. Heute standen zwei Gerichte auf dem Speiseplan: Leberkäse mit Broccoli, Zitronensoße und Petersilienkartoffeln sowie als Alternative Rührei mit Blattspinat. Als Nachtisch gab es selbst zubereiteten Mandelpudding mit Saft.

Die Altenpflegerin auf Tour

Sie arbeitet für den ambulanten Pflegedienst St. Marien mobil (Berlin-Wilmersdorf) und ermöglicht kranken, pflegebedürftigen Menschen ein Leben in der vertrauten Häuslichkeit: Altenpflegerin Bisera Gjoshevski. Wenn sie klingelt, freuen sich ihre Klienten. Mit Herz und Verstand hilft ihnen die 40-Jährige im Alltag. Auch wenn die Zeit knapp ist, ein Schwätzchen muss sein. Bei der Körperpflege, bei der Medikamentengabe, beim Essen oder Vorlesen aus der Zeitung. Immer ganz individuell. „Wenn Schlaganfall- oder Herzpatienten aus dem Krankenhaus kommen, brauchen sie zunächst viel Hilfe. Aber nach einigen Wochen haben sie ihre Selbstständigkeit zurück“, beschreibt Bisera Gjoshevski die Erfolgserlebnisse in ihrem Job.

Eine sehr emotionale Zeit

Der Backofen ist vorgeheizt, weihnachtliche Musik erfüllt den Raum. Den Bewohnern des Hauses Fahrenkroen 125 in Hamburg-Bramfeld ist die Vorfreude auf das vorweihnachtliche Backen anzusehen. Ergotherapeutin Johanna Frost hat gemeinsam mit den Kollegen alles vorbereitet. In den hellen, modernen Räumen der Ende 2016 eröffneten Wohnanlage kommt bereits festliche Stimmung auf.

Gekochte Erinnerungen

„Die Bedürfnisse der Bewohner stehen in unserer Küche an erster Stelle“, erzählt Michael Graf. Der 54-Jährige ist stellvertretender Leiter der Gastronomie im Hospital zum Heiligen Geist (Hamburg-Poppenbüttel). Unterstützt wird er derzeit von Martin Lemke (25), einem Studenten der Ernährungswissenschaften, der ein Praktikum in Grafs Küche absolviert.

Richtfest im Quartier Grevenau

Im Februar begannen die Arbeiten, der Grundstein wurde im Mai gelegt. Ende September konnte bereits Richtfest für das neue Quartier Grevenau gefeiert werden. Gut 600 Meter vom Hospital zum Heiligen Geist (Hamburg-Poppenbüttel) entfernt, entstehen derzeit 28 seniorengerechte 2- und 3-Zimmer-Wohnungen in Größen von 65 bis 127 Quadratmetern. Ihre Ausstattung ist gehoben, sie sind barrierefrei und haben Küche und Duschbad, Terrasse oder Balkon. Ferner gibt es Aufladestationen für E-Bikes und Elektrorollstühle sowie einen Anschluss an den Hausnotruf Heilig Geist. Den künftigen Bewohnern steht zudem die gesamte Infrastruktur des Hospitals zur Verfügung.

Herz und Motor der Residenz

Bei ihr laufen die Fäden zusammen: Heike Vogler ist in der Seniorenresidenz Neugraben (Hamburg-Neugraben), einem Haus der Vereinigten Hamburger Wohnungsbaugenossenschaft (vhw), für den Bereich „Servicewohnen“ zuständig. Ein anspruchsvoller, aber auch abwechslungsreicher Job, den die 48-Jährige mit Herz und Leidenschaft erledigt.

„Mehr Zeit für unsere Hobbys“

Die Liebe zur Natur verbindet Heidrun und Georg Baur seit über 50 Jahren. Das agile Ehepaar ist in mehreren Naturschutzorganisationen aktiv, organisiert NABU-Führungen und erforscht mit Leidenschaft die Veränderung von heimischen Moosarten durch Kalk und Umwelteinflüsse. Anfang des Jahres sind die Senioren in die Seniorenresidenz Neugraben (Hamburg-Neugraben/Fischbek) bei der Vereinigten Hamburger Wohnungsbaugenossenschaft eG (vhw) gezogen und mit dieser Entscheidung sichtlich glücklich. „Jetzt haben wir sehr viel mehr Zeit für unsere Hobbys“, freuen sich die Baurs.

Ausbildung zum Altenpfleger

Michael Westphal lernt den Beruf des Altenpflegers in der Seniorenwohnanlage Langenhorn (Hamburg-Langenhorn) der Vereinigten Hamburger Wohnungsbaugenossenschaft eG (vhw) und wird im kommenden Frühjahr seine Ausbildung mit dem Examen abschließen. Nach einer beruflichen Orientierungsphase – mit 19 Jahren begann er eine Lehre als Koch, später jobbte er in Berlin – hat er jetzt, mit 33 Jahren, seinen Traumberuf gefunden. Als Teenager pflegte er gemeinsam mit seiner Mutter den an Krebs erkrankten Großvater – eine Aufgabe, die er nie als Belastung empfunden hat. Im Gegenteil: In dieser Zeit habe er noch eine intensive Bindung zu seinem Opa aufbauen können.

Beruf Altenpfleger

Kingsley Yeboah ist 20 Jahre alt und befindet sich im zweiten Ausbildungsjahr zum Altenpfleger. Er arbeitet auf der Schülerstation im Hospital zum Heiligen Geist (Hamburg-Poppenbüttel). Der junge Mann ist bei seiner Großmutter aufgewachsen. Der Beruf gibt ihm die Chance, sich später gut um Sie zu kümmern. Und natürlich auch um andere alte Menschen. Er möchte etwas zurückgeben.