Gesundheit

Wenn Hörgeräte nicht reichen

Schwerhörigkeit ist ein generationsübergreifendes Thema. Ein Blick auf die Funktionsweise unserer Ohren schafft Verständnis für das Problem. Die Wellenbewegungen des Schalls werden über das äußere Ohr durch den Gehörgang geleitet. Sie versetzen das Trommelfell in Schwingungen, die über die Gehörknöchelchen des Mittelohrs 16-fach verstärkt und in Richtung des Innenohrs übertragen werden. Das Innenohr hat die Form einer Schnecke (lateinisch: Cochlea). Durch einen spiralförmigen, mit Flüssigkeit gefüllten Gang wandert die Druckwelle bis zur Spitze der Schnecke. Auf dem Weg innerhalb der Schnecke wird die sogenannte Basilarmembran verformt und erregt letztlich über 30.000 hochempfindliche Haarzellen. Hier wird die Bewegungsenergie umgewandelt und gelangt über den Hörnerv ins Gehirn.

Raus aus dem Hamsterrad

Kennen auch Sie den „ganz normalen Wahnsinn“ im Alltag? Wenn die beruflichen Aufgaben und privaten Verpflichtungen Sie derart in Anspruch nehmen, dass Sie abends oder am Wochenende kaum noch Ruhe und Zeit für sich selbst haben? Auch Termine in der Freizeit, wie Besuche, Unternehmungen mit Kind und Kegel sowie Treffen mit Familie und Freunden, können den Stress noch erhöhen. Ein erster Schritt aus dem „Hamsterrad“ kann eine wöchentlich feste Stunde sein, die nur Ihnen ganz allein gehört, beispielsweise beim regelmäßigen Besuch eines Fitnesskurses in einem Sportverein.

Yoga im Altenheim

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko zu stürzen und dabei einen Knochenbruch zu erleiden. Je älter der Mensch wird, umso schneller baut die Muskulatur ab, die Zellstruktur der Knochen wird schwächer (Osteoporose) und auch der Gleichgewichtssinn nimmt ab. Doch durch Bewegung können Senioren gegensteuern. In vielen Altenheimen gibt es zahlreiche Freizeitangebote – von Yoga über Gymnastik bis Qigong. Regelmäßige und moderate Bewegung ist die beste Vorbeugung, um beweglich zu bleiben.

Für Fitness ist man nie zu alt

Sport im Allgemeinen ist eine gute Sache. Dabei geht es nicht nur um das körperliche Wohlbefinden. Denn, wie vom römischen Dichter Juvenal schon vor rund 2000 Jahren bemerkt, wohnt im gesunden Körper auch ein gesunder Geist. Drei Säulen sind für den Menschen wichtig: der Sport, eine entsprechende Erholungsphase und die richtige Ernährung.

Allergien auf dem Vormarsch

Der Pollenflug der ersten Frühblüher hat in diesem Jahr bereits begonnen. Allergiker wissen meistens schon, in welchem Monat ihnen Baum- oder Gräserpollen das Leben schwer machen. Rund ein Drittel der Bevölkerung leidet unter Allergien, in den vergangenen Jahrzehnten hat es eine starke Zunahme gegeben.

Vorsorge rettet Leben

Darmkrebs zählt zu den am besten erforschten Krebsarten beim Menschen. Er lässt sich gut bekämpfen, weil er extrem langsam wächst. Von der Vorstufe in Form von Polypen bis zum Krebs vergehen etwa sieben bis zehn Jahre. Genügend Zeit, um diese Polypen im Rahmen der Vorsorge rechtzeitig zu entfernen.

Wozu eine Patientenverfügung?

Für viele Bundesbürger ist es schwierig, eine Patientenverfügung zu erstellen, weil sie noch keine Details festlegen können. Oft wissen sie nicht, an welcher Krankheit sie irgendwann einmal leiden werden, welche Einstellung sie dazu im Laufe der Zeit entwickeln und welche Fortschritte die Medizin machen wird. Hilfreich ist in diesen Fällen eine rechtliche Beratung bei der Formulierung, damit der Patientenwille unmissverständlich zu Papier gebracht wird, und dieser im Notfall von den Ärzten umgesetzt und von den Gerichten anerkannt wird.

Rückenbeschwerden

Probleme rund um den Bewegungsapparat – wie etwa Bandscheibenvorfälle – gehören in Deutschland zu den Zivilisationskrankheiten. Die Gründe: mangelnde Bewegung, langes Sitzen am Schreibtisch oder Verspannungen durch Stress im Alltag. „Ergonomie fatal“ nennt Professor Ingo Froböse, Rückenspezialist an der Deutschen Sporthochschule in Köln, dieses Phänomen und fordert mehr Sport für den Rücken.

Neue Wege in der Krebstherapie

Die Immuntherapie gegen Tumore gilt als vielversprechender neuer Ansatz in der Behandlung von Krebs. Statt Chemotherapie oder Bestrahlung wird die Abwehr direkt im Körper aktiviert. Durch Medikamente können Immunreaktionen des Körpers gegen Krebszellen hervorgerufen werden, die auf natürlichem Wege nicht zustande kämen, erklärt Dr. Annette Dieing, Oberärztin für Onkologie und Hämatologie am Vivantes Klinikum Am Urban (Berlin-Kreuzberg). Unser Immunsystem ist darauf ausgerichtet, fremde oder schädliche Zellen im Körper zu erkennen und diese zu zerstören. So werden Krankheitserreger im Körper für gewöhnlich automatisch bekämpft. Aber Krebszellen ähneln den gesunden Körperzellen derart, dass sie vom Immunsystem nicht als fremd oder falsch erkannt werden – oder sie verhindern mit bestimmten Eiweißen einen Angriff der Körperabwehr. „Die natürliche Immunreaktion bleibt somit aus. An dieser Stelle setzt die Immuntherapie an“, erläutert Dr. Dieing.