Gesundheit

Vergesslichkeit oder Demenz?

Mit zunehmendem Alter lässt die Gedächtnisleistung nach: Wann war der nächste Arzttermin? Wo habe ich die Schlüssel hingelegt? Und wo befindet sich nochmal die Butter im Supermarkt? Auch das Lesen langer Artikel in der Tageszeitung fällt schwerer als früher. Sind dies normale Alterungsprozesse oder bereits erste Anzeichen einer Demenz? Klare Antworten gibt es bei der Gedächtnissprechstunde in der Abteilung Geriatrie (Altersheilkunde) in der Asklepios Klinik Wandsbek.

Das Schlaflabor

Babys schlafen wenige Stunden, werden dann wach und wollen etwas trinken. Ihr Schlaf-Wach-Rhythmus wechselt im Stundentakt. Bei Erwachsenen pendelt sich das ein. Sie schlafen nachts etwa acht Stunden. Im Rentenalter verändern sich diese Gewohnheiten wieder, Senioren halten zwischendurch vielleicht einen Mittagsschlaf. Viele von ihnen schlafen dafür nachts nicht mehr so lange. „Das Schlafbedürfnis und das Gefühl, gut erholt aufzuwachen, sind subjektiv“, erklärt Dr. Achim Lies, Leiter des Schlaflabors im Vivantes Klinikum Neukölln.

Die Schwerhörigkeit bekämpfen

Im Alter lässt die Kraft unserer Sinnesorgane nach. Dazu gehört, dass wir schlechter hören, denn ab dem 60. Lebensjahr degenerieren die Hörzellen. Zunächst werden die hohen Töne nicht mehr wahrgenommen. Schleichend breitet sich der Hörverlust auf die mittleren und tiefen Frequenzen aus. Die Menschen passen sich diesem schleichenden Prozess an. Sie überspielen ihre Schwerhörigkeit und tun so, als würden sie alles verstehen.

Thrombose-Risiko

Die Zahlen sind erschreckend: In Deutschland sterben Hochrechnungen zufolge jährlich rund 100.000 Menschen an einem Gefäßverschluss aufgrund von thrombotischen Erkrankungen. Das sind mehr Todesfälle als durch Verkehrsunfälle, AIDS, Brust- und Prostatakrebs zusammen. Über die Thrombose (verstopftes Blutgefäß in den Venen) und die gefährlichen Folgekomplikationen einer Lungenembolie weiß die Bevölkerung wenig: Laut einer Umfrage haben 50 Prozent der Befragten den Begriff Lungenembolie noch nie gehört.

Aktiv bis ins hohe Alter

Körperlich und geistig fit bleiben – das ist der Wunsch von uns allen. Erika Pukowski verfolgt dieses Ziel seit mehr als zehn Jahren. Täglich setzt sich die Ohlsdorferin in den Bus und fährt ins Alstertal, um dort ins Fitness-Studio zu gehen. Von 10 bis 16 Uhr nimmt sie an verschiedenen Kursen teil, entspannt nach den Trainingseinheiten in der Sauna oder in den Ruheräumen im Wellnessbereich.

Was ist ein Ablenkungsverband?

Leserin Claudia D. (37) hat große Sorgen um ihre Großmutter. Die 90-Jährige ist demenzkrank, lebt gemeinsam mit ihrem Ehemann zu Hause und wird von einem Pflegedienst versorgt.

Depressionen im Alter

Ein Beinbruch ist leichter zu diagnostizieren als eine Depression. Die Anzeichen sind bei dieser seelischen Erkrankung vielfältig und für den Laien nicht eindeutig. Die Menschen sind antriebslos. Wer ein für Depressionen typisches Morgentief erlebt, dem steht der Tag wie ein Berg bevor.

Zu viele Medikamente

Das Bundesforschungsministerium hat in einer Broschüre eine Übersicht von 83 Wirkstoffen in Arzneimitteln veröffentlicht, die für ältere Menschen ungeeignet sein können. Oft werden die Nebenwirkungen übersehen, weil sie den typischen Alterserscheinungen ähnlich sind.

Moderne Hörgeräte

Ruth Cardinal trägt seit neun Jahren Hörgeräte: „Ich bin sofort mit der Technik zurechtgekommen. Als ich die Knöpfe das erste Mal im Ohr hatte, konnte ich das Singen der Vögel wieder hören.“