Mitten im Leben

Tango für Senioren

Der Tango erobert die Altenheime. Auch im Hospital zum Heiligen Geist bringen Tanztherapeutin Jana Osterhus und ihr Partner Helmut Fuchs auf diesem Wege Musik und Farbe in den Alltag der Bewohner. Die Mitbegründer des Hamburger Projektes „Tango für Senioren“ haben einen Tanzkurs entwickelt, der speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt ist. Um dem Auftritt ein Stück Dramatik zu verleihen, betritt Jana Osterhus die Szene stets schwarz gekleidet – mit bunten Blumen im hochgesteckten Haar. Ihrem Tanzpartner, dessen Markenzeichen sein locker um den Hals geschlungenes rotes Tuch ist, fällt bei jeder galanten Verbeugung eine dunkle Haarsträhne ins Gesicht. Sobald die ersten Tango-Takte erklingen, übertragen sich die temperamentvollen, südamerikanischen Rhythmen sofort auf die Senioren. „Bei der Gymnastik können sich manche kaum bewegen, aber hier stürmen sie die Tanzfläche“, verrät eine Bewohnerin schmunzelnd.

Schnelle Hilfe auf Knopfdruck

Ein gutes Gefühl der Sicherheit in den eigenen vier Wänden ist eine Voraussetzung, um im Alter solange wie möglich zu Hause zu wohnen. Im Notfall schnelle Hilfe zu bekommen, entspricht dem Wunsch der meisten Menschen. Aus diesem Grund hat sich Jutta R. vor drei Jahren für einen Hausnotruf entschieden.

Der Abschied nach dem Tod

Vor zwei Jahren mussten Heidi und Heinz F. mit einer erschütternden ärztlichen Diagnose zurechtkommen: Heinz F. hatte Darmkrebs. „Wir dachten, jetzt geht die Welt unter“, erinnert sich Ehefrau Heidi, „trotzdem haben wir unser Leben auf die Krankheit eingestellt.

Sprung aus den Wolken

Es ist ungewöhnlich, im Alter von 73 Jahren einen Fallschirmsprung aus 4.000 Metern Höhe zu wagen. Doch dieser Tandemsprung war für Sibylle Wiedemann immer ein Traum, und es sollte Jahrzehnte dauern, bis sich die Seniorin diesen Wunsch erfüllen konnte. Angst vor dem Sprung hatte sie nicht, denn „Angst hat mir in meinem Leben nie geholfen“.

Abschied ist ein langer Weg

Der 25. September 2013 sollte für das Ehepaar Abendroth ein entspannter Urlaubstag in Hasselberg bei Kappeln an der Ostsee werden. Doch plötzlich brach Ehemann Carl-Ludwig zusammen: Herzinfarkt, Notarzteinsatz, Fahrt mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus, doch die Ärzte konnten nicht mehr helfen.

Ein Trauertagebuch führen

Nach dem Tod eines Angehörigen fühlen sich viele Menschen einsam und isoliert, auch wenn sie Freunde haben, die sich um sie kümmern. Die Freunde fühlen zwar mit, aber für sie geht das Leben in der Regel normal weiter, während der Trauernde eine große Leere in seinem Alltag spürt.

Ein würdiges Lebensende

Elvira Pittelkau arbeitet seit 1968 in der Kranken- und Altenpflege. Als ihre Großmutter im Sterben lag, wollte die junge engagierte Schwester alles Menschenmögliche in die Wege leiten, um das Leben der geliebten Oma zu retten. Doch diese meinte: „Kindchen, mach das mal mit deinen Patienten. Ich brauche gar nichts mehr und will einfach nur hier zu Hause sterben.“ Damit hatte ein wichtiger Lernprozess für Elvira Pittelkau begonnen. Man kann um das Leben eines Menschen kämpfen, doch irgendwann spüren die Betroffenen: „Meine Lebensuhr läuft ab.“