Nach dem Tod eines Angehörigen

Wenn im Familien- oder Freundeskreis ein Trauerfall eintritt, ist der Schmerz groß. Doch trotz Trauer um einen nahestehenden Menschen muss die Beerdigung organisiert werden. Es stehen Entscheidungen zu Fragen wie Feierlichkeiten, Beisetzungsart und Grabpflege an. Ein wichtiger Aspekt wird im Vorwege häufig vergessen: Um eine Beerdigung überhaupt in die Wege leiten zu können, müssen die wichtigsten Familiendokumente vorliegen, um den Verstorbenen beim Standesamt, der Krankenkasse und der Rentenversicherung abzumelden. „Dazu gehören Personalausweis, Krankenversicherungskarte sowie die Rentenversicherungsnummer“, fasst Melanie Regenberg vom Beerdigungsunternehmen GBI zusammen.

„Wenn die Familiendokumente fehlen, kann sich die Beerdigung verzögern,“ weiß Beerdigungsexpertin Melanie Regenberg.

Ihr Tipp: „Legen Sie rechtzeitig das Stammbuch – wenn vorhanden – oder eine Mappe bereit, in der alle relevanten Dokumente, am besten im Original, enthalten sind.“ Darüber hinaus sollte man Freunde, Familienmitglieder oder Bekannte darüber informieren, wo diese Dokumente verwahrt werden. Die Bürokratie nimmt keine Rücksicht auf trauernde Menschen. „Leider gibt es auch in dieser schwierigen Zeit von Behördenseite Auflagen, die wir erfüllen müssen“, so Melanie Regenberg. Mit Personalausweis und Totenschein wird die Identität des Verstorbenen gegenüber dem Standesamt nachgewiesen. Bei Ledigen reicht die Geburtsurkunde. Bei verwitweten Personen verlangen die zuständigen Ämter die Vorlage der Heiratsurkunde sowie die Sterbeurkunde des Ehepartners. Bei Geschiedenen ist ein rechtsgültiges schriftliches Urteil vorzulegen.

„Sollte es beim Auffinden der benötigten Familiendokumente Probleme geben, helfen wir den Hinterbliebenen selbstverständlich weiter“, verspricht Melanie Regenberg. Sie weiß, wie man im Notfall die benötigten Papiere beschafft. Allerdings kann es in diesen Fällen zu Verzögerungen kommen. So kann der Erbschein erst ausgestellt werden, wenn die Sterbeurkunde vorliegt. Darüber hinaus können ohne dieses unerlässliche Dokument auch die Konten des Verstorbenen nicht aufgelöst werden. Die Beerdigungsexpertin rät eindringlich: „Legen Sie die oben genannten wichtigen Familiendokumente bitte rechtzeitig bereit.“