Vorsicht zur Adventszeit! Vorbeugung und richtiges Verhalten im Brandfall

Kerzen zur Adventszeit haben etwas Besinnliches. Mit dem offenen Feuer muss man jedoch achtsam umgehen, damit es nicht zum Wohnungsbrand kommt.

Hauptbrandmeister Kai Brunsweg gibt vier einfache Tipps: Kerzen sollten niemals unbeaufsichtigt brennen. Am besten stehen sie auf einer feuerfesten Unterlage, damit sie – falls sie umfallen – nicht gleich die Tischdecke in Brand setzen. Mit einem bereitstehenden Eimer Wasser im Wohnzimmer kann ein beginnender Brand schnell gelöscht werden. Getrocknetes Tannengrün brennt wie Zunder, deshalb sollte der vertrocknete Adventskranz beizeiten ausgetauscht werden.

Hauptbrandmeister Kai Brunsweg demonstriert den Fluchtweg unterhalb des giftigen Qualms. 95 Prozent aller Brandopfer sterben nicht durch Flammen, sondern an Rauchvergiftung.

Wichtig ist, das richtige Verhalten im Brandfall zu verinnerlichen. „Viele ältere Hamburger haben noch nie den Alarm eines Rauchmelders an der Decke gehört und wissen nicht, was sie dann tun müssen“, berichtet Kai Brunsweg aus der Erfahrung mit älteren Besuchergruppen im Feuerwehr-Informations-Zentrum (FIZ). Wenn das Feuer nicht mit einer Decke oder einem Eimer Wasser gelöscht werden kann, sollte man sofort den Raum verlassen, die Tür hinter sich schließen und die Feuerwehr unter der Nummer 112 anrufen. Der giftige Qualm verbreitet sich schnell im ganzen Raum, nur am Boden kann man noch atmen. Um eine Rauchvergiftung zu vermeiden, muss man deshalb kriechen. Außerdem sollten in allen Wohngebäuden Rauchmelder eingebaut werden. In Mietwohnungen ist das bereits seit 2011 Pflicht. Die Eigentümer von Einfamilienhäusern sind dazu selbst verpflichtet. Rauchmelder für 10 bis 25 Euro im Baumarkt können Leben retten.
Die Feuerwehr Hamburg bietet am Berliner Tor für Gruppen ab zehn Personen eine Brandschutzaufklärung an. Hausgemeinschaften oder Turngruppen können sich dazu unter der Nummer 040 / 428 51 40 44 beim Feuerwehr-Informations-Zentrum anmelden.