Die Stimme der Bewohner

„Wir sind so etwas wie eine Gewerkschaft für Bewohner und Mieter“, sagt Gerda Petschke. Die 79-Jährige engagiert sich seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich im Hospital zum Heiligen Geist (Hamburg-Poppenbüttel) als Vorsitzende des Wohn- und Hausbeirats. Dieser Beirat besteht aus sieben Personen und ist für die Menschen zuständig, die sich in stationärer Pflege befinden.

Gerda Petschke engagiert sich seit mehr als 20 Jahren im Wohn- und Heimbeirat.

Die Beiräte sind das Bindeglied zwischen Bewohnern und Mitarbeitern der Einrichtung sowie der Direktion. Diese treffen sich regelmäßig zu gemeinsamen Sitzungen. Allerdings haben die Beiräte kein Mitbestimmungsrecht, sondern lediglich ein Mitwirkungsrecht. „Wir werden zum Beispiel über anstehende Entgeltverhandlungen für die Heimkosten oder bei Besuchen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen im Rahmen der Hausprüfungen informiert und ggf. hinzugezogen“, erläutert Gerda Petschke. In den Sitzungen geht es aber auch um die großen und kleinen alltäglichen Probleme: „Themen sind das Wohnen, das Essen, die Reinigung – bei allem, wo der Schuh drücken könnte, sind wir gefordert. Wir setzen uns dafür ein, dass Mängel schnell behoben werden – und geben Anregungen an die Leitung weiter.“

Die Beiräte stehen auch in direktem Kontakt zu den Bewohnern und Mietern. Sie besuchen sie beispielsweise an ihrem Geburtstag, was den persönlichen Kontakt fördert. Zudem soll neuen Bewohnern das Einleben in die jeweilige Einrichtung mit Kontakten, Gesprächen und der Einbindung in die neue Umgebung erleichtert werden. „Wir begrüßen die Neuankömmlinge und helfen mit, dass sie sich schnell eingewöhnen“, berichtet Gerda Petschke. Gewählt werden die Beiräte alle zwei Jahre.