Gesundheit

Rückenbeschwerden

Probleme rund um den Bewegungsapparat – wie etwa Bandscheibenvorfälle – gehören in Deutschland zu den Zivilisationskrankheiten. Die Gründe: mangelnde Bewegung, langes Sitzen am Schreibtisch oder Verspannungen durch Stress im Alltag. „Ergonomie fatal“ nennt Professor Ingo Froböse, Rückenspezialist an der Deutschen Sporthochschule in Köln, dieses Phänomen und fordert mehr Sport für den Rücken.

Neue Wege in der Krebstherapie

Die Immuntherapie gegen Tumore gilt als vielversprechender neuer Ansatz in der Behandlung von Krebs. Statt Chemotherapie oder Bestrahlung wird die Abwehr direkt im Körper aktiviert. Durch Medikamente können Immunreaktionen des Körpers gegen Krebszellen hervorgerufen werden, die auf natürlichem Wege nicht zustande kämen, erklärt Dr. Annette Dieing, Oberärztin für Onkologie und Hämatologie am Vivantes Klinikum Am Urban (Berlin-Kreuzberg). Unser Immunsystem ist darauf ausgerichtet, fremde oder schädliche Zellen im Körper zu erkennen und diese zu zerstören. So werden Krankheitserreger im Körper für gewöhnlich automatisch bekämpft. Aber Krebszellen ähneln den gesunden Körperzellen derart, dass sie vom Immunsystem nicht als fremd oder falsch erkannt werden – oder sie verhindern mit bestimmten Eiweißen einen Angriff der Körperabwehr. „Die natürliche Immunreaktion bleibt somit aus. An dieser Stelle setzt die Immuntherapie an“, erläutert Dr. Dieing.

Geräusche im Ohr

Es rauscht, pfeift, zischt oder rattert im Ohr und im Kopf. Die Töne haben keine äußere Schallquelle und setzen sich hartnäckig fest. Jeder kennt diese nervigen Phantomgeräusche – nach einem Discobesuch etwa. Oft verschwinden sie nach kurzer Zeit, manchmal werden sie jedoch zur Dauerbelastung. Als häufigste Ursache für diesen subjektiven Tinnitus wird Stress vermutet. „Doch die Hektik in unserem Alltag wird als Grund für die Beschwerden vollkommen überbewertet“, klärt Chefarzt Dr. Parwis Mir-Salim auf. Es gibt eine Reihe von Ursachen, die gut behandelt werden können.

Volkskrankheit Diabetes

Noch nie gab es so viele alte Menschen wie heute, noch nie so viele, die sich bei guter Gesundheit viel jünger fühlen, als sie sind, und auch so aussehen. Doch wenn uns Jahrzehnte geschenkt werden, müssen wir unseren Körper für diese längere Lebensdauer fit machen. „Der Hausarzt sollte Blutdruck, Blutfette und Blutzucker regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf behandeln“, rät Dr. Cornelia Schnittger, Chefärztin der Geriatrie an der Asklepios Klinik Wandsbek. Damit sinkt das Risiko drastisch, an den typischen Spätfolgen zu erkranken, und die Lebensqualität im Alter bleibt erhalten.

Wege aus der Altersdepression

Das Alter ist oft mit Schicksalsschlägen und Verlusterfahrungen verbunden. Die eigene Gesundheit spielt nicht mehr mit, die Trauer um verstorbene Angehörige ist noch nicht überwunden. Kraft- und Appetitlosigkeit, Niedergeschlagenheit und eine generelle Antriebslosigkeit sind die typischen Symptome einer Depression. Laut Statistik leiden rund 20 Prozent der über 65-Jährigen an Depressionen, bei Altenheimbewohnern sind es sogar bis zu 40 Prozent. „In den meisten Fällen können wir diesen Menschen aus ihrem Stimmungstief heraushelfen“, macht Holger Braun Mut, der als Pflegedienstleiter im Parkdomizil (Hamburg-Bahrenfeld) arbeitet.

Trinken Sie genug?

Der menschliche Körper besteht zu rund 70 Prozent aus Wasser. Um alle Körperfunktionen aufrechtzuerhalten, müssen wir regelmäßig ausreichend Flüssigkeit zu uns nehmen. Im Alter ist dies jedoch häufig ein Problem, u.a. ist das Durstgefühl verringert. „Beim Erkennen erster Anzeichen eines Flüssigkeitsmangels muss daher sofort reagiert werden, denn dieser kann gravierende Folgen haben“, mahnt Carsten Hackamp, Geschäftsführer vom PTW Pflegeteam (Hamburg-Wandsbek). Trockene Schleimhäute, Mundtrockenheit sowie verminderte Speichelproduktion können ein Indiz für Austrocknung sein. Ein Getränk kann für schnelle Besserung sorgen.

Fehlfunktion der Schilddrüse

Die Schilddrüse sitzt unterhalb des Kehlkopfs und produziert die Schilddrüsenhormone, die zur Aufrechterhaltung des Körperstoffwechsels notwendig sind. „Diese Hormone fördern das Wachstum und die Entwicklung, wirken an der Steuerung eines ausgeglichenen Nervensystems und einer guten Muskelfunktion mit“, erklärt Dr. Meyer. Darüber hinaus fördern sie den Kalzium- und Phosphatumsatz und wirken hemmend auf die Eiweiß- und Glykogensynthese.

Ängste und Blasenschwäche

In Deutschland leiden rund sechs Millionen Menschen unter einer schwachen Blase. Doch nur vier von zehn Betroffenen suchen einen Arzt auf. Aus Scham versuchen die meisten Menschen, die Krankheit zu verheimlichen, indem sie ihre körperlichen Aktivitäten einschränken und sich aus dem gesellschaftlichen Leben zurückziehen. Erst wenn der Leidensdruck unerträglich wird und sich die Symptome nicht länger verbergen lassen, wenden sie sich an einen Arzt.

Erhöhte Blutzuckerwerte

Es ist eine typische Stoffwechselerkrankung ab dem 35. Lebensjahr: erhöhte Blutzuckerwerte. Die Bauchspeicheldrüse produziert – beim sogenannten Altersdiabetes oder auch Diabetes Typ 2 genannt – zwar ausreichend Insulin, jedoch ist dessen Wirkung im Körper nicht mehr effektiv genug. Dabei können die Betroffenen durch Bewegung und eine vorsichtige Umstellung der Ernährung viel selbst dazu beitragen, den Stoffwechsel wieder in Schwung zu bringen. Soweit die Theorie. Doch funktioniert das auch in der Praxis?