Gesundheit

Für Fitness ist man nie zu alt

Sport im Allgemeinen ist eine gute Sache. Dabei geht es nicht nur um das körperliche Wohlbefinden. Denn, wie vom römischen Dichter Juvenal schon vor rund 2000 Jahren bemerkt, wohnt im gesunden Körper auch ein gesunder Geist. Drei Säulen sind für den Menschen wichtig: der Sport, eine entsprechende Erholungsphase und die richtige Ernährung.

Allergien auf dem Vormarsch

Der Pollenflug der ersten Frühblüher hat in diesem Jahr bereits begonnen. Allergiker wissen meistens schon, in welchem Monat ihnen Baum- oder Gräserpollen das Leben schwer machen. Rund ein Drittel der Bevölkerung leidet unter Allergien, in den vergangenen Jahrzehnten hat es eine starke Zunahme gegeben.

Vorsorge rettet Leben

Darmkrebs zählt zu den am besten erforschten Krebsarten beim Menschen. Er lässt sich gut bekämpfen, weil er extrem langsam wächst. Von der Vorstufe in Form von Polypen bis zum Krebs vergehen etwa sieben bis zehn Jahre. Genügend Zeit, um diese Polypen im Rahmen der Vorsorge rechtzeitig zu entfernen.

Wozu eine Patientenverfügung?

Für viele Bundesbürger ist es schwierig, eine Patientenverfügung zu erstellen, weil sie noch keine Details festlegen können. Oft wissen sie nicht, an welcher Krankheit sie irgendwann einmal leiden werden, welche Einstellung sie dazu im Laufe der Zeit entwickeln und welche Fortschritte die Medizin machen wird. Hilfreich ist in diesen Fällen eine rechtliche Beratung bei der Formulierung, damit der Patientenwille unmissverständlich zu Papier gebracht wird, und dieser im Notfall von den Ärzten umgesetzt und von den Gerichten anerkannt wird.

Rückenbeschwerden

Probleme rund um den Bewegungsapparat – wie etwa Bandscheibenvorfälle – gehören in Deutschland zu den Zivilisationskrankheiten. Die Gründe: mangelnde Bewegung, langes Sitzen am Schreibtisch oder Verspannungen durch Stress im Alltag. „Ergonomie fatal“ nennt Professor Ingo Froböse, Rückenspezialist an der Deutschen Sporthochschule in Köln, dieses Phänomen und fordert mehr Sport für den Rücken.

Neue Wege in der Krebstherapie

Die Immuntherapie gegen Tumore gilt als vielversprechender neuer Ansatz in der Behandlung von Krebs. Statt Chemotherapie oder Bestrahlung wird die Abwehr direkt im Körper aktiviert. Durch Medikamente können Immunreaktionen des Körpers gegen Krebszellen hervorgerufen werden, die auf natürlichem Wege nicht zustande kämen, erklärt Dr. Annette Dieing, Oberärztin für Onkologie und Hämatologie am Vivantes Klinikum Am Urban (Berlin-Kreuzberg). Unser Immunsystem ist darauf ausgerichtet, fremde oder schädliche Zellen im Körper zu erkennen und diese zu zerstören. So werden Krankheitserreger im Körper für gewöhnlich automatisch bekämpft. Aber Krebszellen ähneln den gesunden Körperzellen derart, dass sie vom Immunsystem nicht als fremd oder falsch erkannt werden – oder sie verhindern mit bestimmten Eiweißen einen Angriff der Körperabwehr. „Die natürliche Immunreaktion bleibt somit aus. An dieser Stelle setzt die Immuntherapie an“, erläutert Dr. Dieing.

Geräusche im Ohr

Es rauscht, pfeift, zischt oder rattert im Ohr und im Kopf. Die Töne haben keine äußere Schallquelle und setzen sich hartnäckig fest. Jeder kennt diese nervigen Phantomgeräusche – nach einem Discobesuch etwa. Oft verschwinden sie nach kurzer Zeit, manchmal werden sie jedoch zur Dauerbelastung. Als häufigste Ursache für diesen subjektiven Tinnitus wird Stress vermutet. „Doch die Hektik in unserem Alltag wird als Grund für die Beschwerden vollkommen überbewertet“, klärt Chefarzt Dr. Parwis Mir-Salim auf. Es gibt eine Reihe von Ursachen, die gut behandelt werden können.

Volkskrankheit Diabetes

Noch nie gab es so viele alte Menschen wie heute, noch nie so viele, die sich bei guter Gesundheit viel jünger fühlen, als sie sind, und auch so aussehen. Doch wenn uns Jahrzehnte geschenkt werden, müssen wir unseren Körper für diese längere Lebensdauer fit machen. „Der Hausarzt sollte Blutdruck, Blutfette und Blutzucker regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf behandeln“, rät Dr. Cornelia Schnittger, Chefärztin der Geriatrie an der Asklepios Klinik Wandsbek. Damit sinkt das Risiko drastisch, an den typischen Spätfolgen zu erkranken, und die Lebensqualität im Alter bleibt erhalten.

Wege aus der Altersdepression

Das Alter ist oft mit Schicksalsschlägen und Verlusterfahrungen verbunden. Die eigene Gesundheit spielt nicht mehr mit, die Trauer um verstorbene Angehörige ist noch nicht überwunden. Kraft- und Appetitlosigkeit, Niedergeschlagenheit und eine generelle Antriebslosigkeit sind die typischen Symptome einer Depression. Laut Statistik leiden rund 20 Prozent der über 65-Jährigen an Depressionen, bei Altenheimbewohnern sind es sogar bis zu 40 Prozent. „In den meisten Fällen können wir diesen Menschen aus ihrem Stimmungstief heraushelfen“, macht Holger Braun Mut, der als Pflegedienstleiter im Parkdomizil (Hamburg-Bahrenfeld) arbeitet.